Meine Herzsprache – Teil 2

Ich hab ja nicht damit gerechnet, dass ich so viele Rückmeldungen auf den gestrigen Beitrag bekomme. Ein paar Ergänzungen wurden mir vorgeschlagen, die ich in diesem Beitrag teilen möchte. Und ich hab auch einen schönen Beitrag vergessen.

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Es gibt ja wirklich so viele schöne Beispiele der steirischen Varietät. Gerade im Kleinkunst- und Kabarettsektor tut sich hier besonders viel. Markus hat mich an folgendes Video erinnert, das ich schon ganz vergessen hatte:

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Für Steirer*innen ist die Bedeutungsebene dieses Liedes ganz klar – wir haben hier ein schönes Beispiel von Intertextualität (könnte ich direkt so in einer literaturwissenschaftlichen Lehrveranstaltung verwenden). Hier die – in der Steiermark berühmte und von sehr vielen auswendig gekonnte – Referenz:

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Gut, dass niemand merkt, dass ich diese Zeilen jetzt mit 5 Minuten Pause schreibe. Ich musste natürlich beim Video mitsingen. Rennbahn Express, das österreichische Bravo, wenn sich jemand fragt. Und was glaubt ihr, wie lange ich gebraucht habe, um zu verstehen, dass Gürtel und Ring keine Kleidungsstücke sind, sondern Straßen in Wien…

Ein Beispiel, das auch viele Steirer*innen kennen, sind die Stoakogler. Auch eine Art Hymne: Steirermen san very good…

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Und Joesi Prokopetz mit einem Lied der Stoakogler: I lod do o

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Ein Beispiel, das ich gestern noch posten wollte, auf das ich aber vergessen habe: ein Crashkurs in die Verwendung von ü im Steirischen:

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Nun, wir verwenden das Ü. Aber eben nicht dann, wenn es geschrieben steht, sondern u.a. als Ersatz für [i] und [i:]. Also Müch statt Milch und statt viel… Wenn wir beim [l] nicht bellen, lassen wir es auch gerne aus, wie die Beispiele auch zeigen…

Dass sich unsere Aussprache auch auf andere Sprachen und vor allem die Aussprache in anderen Sprachen übertragen lässt, zeigen die Kernölamazonen auf – so finde ich – lustige Weise.

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Ein kleiner Einblick ins Kärnternische soll auch nicht fehlen – aus dem Villacher Fasching. Der Nachzipfer – (sozialkritisch) mal leichter und mal schwerer verdaulich gibt Einblick in die Sprache der Kärntner*innen.

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